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Verwaltungsgemeinschaft Hügelland-Täler

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Das Wildgehege in Gneus

Eingang zum Wildgehege1Wer die Gemeinde Gneus aus Richtung Stadtroda über Geisenhain aus anfährt, sieht gleich am Ortseingang ein mit Wildmotiven verziertes Haus.  Dieses lässt nicht nur auf einen Weidmann als Besitzer schließen, es dient gleichzeitig als Hinweis auf das nahe Wildgehege, welches man erreicht, wenn der geneigte Besucher der Straße nach links folgt.

Extra Wegweiser, große Hinweistafeln oder Werbeschilder brauchte Thomas Töpel, der Betreiber des Wildgeheges nicht. Seine Anlage galt schon einige Zeit als Geheimtipp und die nicht abreißende Besucherschar stimmte praktisch mit den Füßen dafür ab, dass er die Gehege  kontinuierlich erweiterte. "An den Wochenenden ist hier ganz schön was los, aber auch in der Woche kommen zahlreichen Wandergruppen", bestätigt Herr Töpel.


Begonnen hatte der passionierte Jäger, der auch noch als Tierpräparator tätig ist, im Jahr 2008 mit einem einzelnen Gehege für Damwild, um dies zur Vermarktung zu halten. Das Fleisch ist gefragt und mit der Haltung in einem Gehege lässt sich der Bedarf verlässlicher  decken, als wenn man auf das Jagdglück angewiesen ist.  Doch es dauerte nicht lange, da ließen sich immer mehr Zaungäste blicken, die sich dran erfreuten, die sonst so scheuen Tiere einmal in aller Ruhe aus der Nähe betrachten zu können.

 


Die Wildschweine fühlen sich sauwohlDaraus entwickelte sich dann die Idee, die Gehege zu erweitern, um den Besuchern noch weitere heimische Waldtiere zeigen zu können. Hobbyjäger Töpel pachtete noch weiter Flächen an und nutzt derzeit ca. 20 Hektar: "Für die Größe brauchte ich dann eine Zoogenehmigung, welche ich 2011 auch erhalten habe."
Während auf 10 Hektar verschiedene Rinderarten, wie  Gallowayrinder, Schottische Hochlandrinder und ein Yak bestaunt werden können, gibt es daneben noch verschiedenen Schaf- und Ziegenarten. Als besonders sehenswert gilt dabei die kleinste Schafrasse, die Ouessant-Schafe. Neben einem gewöhnlichen Hausschaf, welches in ihrem Gehege mit untergestellt ist, sehen die Ouessants richtig niedlich aus.

Es gibt daneben auch mehrere Arten von Ziegen, wie sie früher in den Dörfern der Umgebung auch vielfach gehalten wurden. Heute ist sicherlich nicht jedem bewusst, dass eine Thüringer Waldziege oder eine Erzgebirgsziege eine einheimische  Ziegenrasse ist.
Die zweiten zehn Hektar  des weitläufigen Geländes ist für die heimischen Waldtiere reserviert.  Die Besucher können sich alle Wildtiere aus der Nähe ansehen, die in unseren heimischen Wäldern zu Hause sind. Ob Rotwild, Damwild, Rehe, Wildschweine, Muffelwild, alle Tiere werden in den großzügig angelegten Gehegen so naturnah wie möglich gehalten.


Thomas TöpelDas Besondere daran ist, so erklärt Thomas Töpel: " dass sich die Tiere mittlerweile an die Menschen gewöhnt haben und nicht mehr wegrennen." Zur Demonstration füttert Herr Töpel dann auch gleich mal einen Rothirsch, der vor der Kamera aber noch bisschen Angst hat. "Dabei waren doch schon fast  alle Zeitungen da", scherzt Thomas Töpel.
Keine Angst, aber Respekt haben sollte der Besucher vor den "Neubewohnern " (Neozoen) in unseren Wäldern haben. Am Gehege von Marderhund und Waschbär steht zu lesen: "Vorsicht, wir beißen!"
Doch nicht nur Warnschilder gibt es zu lesen. Auf zahlreichen Lehrtafeln wird Wissenswertes über die jeweiligen Tiere  und ihren Lebensraum dargebracht. Entlang der Gehege finden sich dazu noch Tafeln mit den Namen und je ein Exemplar des jeweiligen Baum des Jahres. Beginnend mit dem Jahr 1989 findet man inzwischen 24 Baumarten. Die gesamte Anlage kann sich jeder ansehen, der den extra angelegten Naturlehrpfad rund ums gesamte Gelände nimmt.Neugierig schauen die Waschbären

 Immer mehr Kindergartengruppen und Schulklassen führen ihre Ausflüge oder Wandertage nach Gneus durch. "Dann mache ich natürlich eine Führung durch das Gelände und erkläre alles", verspricht  Chefwildhüter Töpel.
Wenn sich große Klassen oder gleich mehrere Gruppen angemeldet haben, hilft auch schon mal das Forstamt mit. Der Förster spricht dann über den Wald und Herr Töpel übernimmt den Vortrag über die Tiere, wobei seine Jagdhütte, die sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, als Klassenzimmer genutzt wird.

Nicht nur bei den Wandervereinen, bei Schulen und Kindergärten hat sich der gute Ruf des Gneuser Wildgeheges herumgesprochen, auch viele Zoos kaufen sich Tiere für ihre eigenen Gehege. Die gute Zuchtlinie und des gesunde Bestand ließen das Töpelsche Wildgehege zum begehrten Lieferpartner für einheimische Wildtiere werden. Gerade erst hatte der Zoo Köthen wegen zwei Stück Rotwild angefragt. Das nutzte Thomas Töpel für einen Tauschhandel. Im Gegenzug werden dann bald zwei Steinböcke in Gneus ein neues Zuhause finden.
 

Wer an einer Führung durch das Gehege interessiert ist, sollte sich telefonisch bei Thomas Töpel anmelden unter  0172 64 929 46.

Damwildgehege

T. Schwarz (Juni 2013)

eine der zahlreichen Lehrtafeln Marderhunde in ihrem Gehege Thomas Töpel beim Füttern
Waschbären sind gute Kletterer Wildgehege
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